Abschied nehmen. Was ein komischer Satz. AB wie ABruch und ABfluss und ABscheidung. SCHIED wie SCHIEDsrichter, SCHIEDsGericht und das ABSCHEIDEN. Nicht das was hier passiert! Ich werde diesen großartigen Menschen für immer in meinem Herzen tragen! Eine positive Konnotation ist mir sehr wichtig…
Was ich in meinem Herzen trage, diese tausendschönen Momente mit meinem besten Freund, möchte ich mit euch teilen. Das Feingefühl, der Feingeist, die Lebensfreude und alles weitere Wertvolle was ich mit diesem Menschen erleben durfte, möchte ich zum Anlass des Endes seines irdischen Daseins nehmen und eine Erinnerung all dieser Zauber schaffen… Hier ein Spiegel deiner kreativen Schaffenskraft…
…und werde älter Ich werde Häuser bauen aus Lehm kreisrund
ich werde Flieder schneiden vor den Mauern
ich werde Ringelblumen in die Erde pflanzen auf dass sie blühe
ich werde Hofherr sein meine Last mit dem Wandel wenden durch das Bruch und mich selbst durch Trost befreien…
(angelehnt an Rose Ausländers „Träume eines Jünglings“)
Nun bin ich 40. In der vermutlichen Hälfte meines Lebens angekommen. Gefühlt ändert sich mit dem Abreißen eines weiteren Kalendarblatts wenig. Denn das Alter, nicht mehr auf dem Spielplatz toben zu dürfen, habe ich laut „es-ge-be-acht“ mit vierzehn längst überschritten. Größere Einschränkungen sind nicht mehr zu erwarten. Ich bin sehr dankbar all jenen gegenüber, die mich gesehen und begleiten. Und ich rate zur Auseinandersetzung mit dem Begriff „Dankbarkeit“. Ich will hier nämlich im Rahmen eines historisch so wichtigen Momentes nicht ins Floskeln geraten…
40 Jahre im Einundzwandzigsten
So sieht der Arbeitsalltag von Utopist*Innen aus
Im Nest von Löweneltern aufgewachsen, die alles besser machen wollten , die Brut vor allem Übel bewahrend. Utopische Lösungen schaffen. Ein Bauernhof im Knüll als Kommune und freie Experimentierfläche. Schutzbarriere und Mauer vor (kaltem) Krieg, Patriarchat und Ignoranz. Konsumverzicht und Syndikat als Lösungsansätze transportierend – den Mensch im Zentrum sehend. Autarkie und ein bisschen Revolution! Doch Kindergeschrei brachte das Bedürfnis nach Rettungsringen. Sicherheiten mussten her. Und Freiheiten begannen zu bröckeln!? Eine bessere Umwelt; einen Flicken für das Ozonloch; Antworten auf das Waldsterben; Schutz vor saurem Regen und Abholzung des Amazonas, während wir Rettet die Wale schrien…
Heute schau ich in die Röhre meiner Waschmaschine aus Südostasien, die geschmiert und gelagert in sich selbst ruht und läuft. Da vergisst man den Schleudergang. Und globale Probleme…
Aufgewachsen im Anthrozopän
Dein Kassenzettel ist Stimmzettel und weitere 100 Lügen der Weltgeschichte
Polkappen schmelzen, Weltmeere sind nahezu leer gefischt, globales Artensterben – das Ozonloch ist kein Loch mehr – Mikroplastik förmlich in aller Munde und radioaktive Isotope sind neben Glyphosat und weiteren Pestiziden und Mikroplastiken uns alltäglich Begleitende. Unsere Ausscheidungen, unser Kot und unsere Pisse sind vergiftet – Ein fließender Übergang. Der Mensch ist Massenvernichtungswaffe seiner eigenen Umwelt geworden. Ein Virus, dass den Wirt tötet, und nur zum Profit giert… Doch ist das alles so negativ!?
Einbahnstraße Kapitalismus
Was wurde aus der ehrlichen Arbeit eines Sandschubsers?
Es gibt viele Verschwörungserzählungen, die hanebüchene Wahrheiten aus den surrealsten Surrealen unserer Ratio wie Sandburgen vor sich auftürmen und Gesellschaften wie Orkanböen im Agrarforst auspeitschen. Doch eine davon scheint zu stimmen: „Geld essen Seele auf“. Das habe ich in meinen 40 Jahren gelernt! Denn wo das Geld sich türmt, sind Verbrauchende vorgelagert. Und Verbrauch verbraucht! Geld schafft Ungleichheiten. Sozial. Kulturell. Zwischenmenschlich! Soziale Ungerechtigkeiten nehmen zu und verhindern Teilhabe. An Allem! Zirkus is nich! Geld ist ein Suchtfaktor, der Menschen blendet und tötet! Geld bringt die Macht alles zu kontrollieren. Wahlen und gesellschaftlichen Wandel zu diktieren. Geld schafft Sklaverei und Niedriglohnsektoren – aber alles in allem all die Ungerechtigkeiten unserer Welt: Ausbeute, Diskriminierung, Hass und Angst und Unterdrückung. Bezogen auf Social Media wäre Geld der Mega Ultra Influencer 3000! Und jetzt versteht ihr hoffentlich auch warum Influencende Abschaum sind. 😉
All that glitters is gold
Mittelloser Student in der Blüte seines Glückzustands (foto von Holger Kettner)
Häuptling Seattle der Suquamish sagte vermutlich mal, dass wir irgendwann feststellen würden, dass sich Geld nicht essen ließe. Ich denke er hat sehr Recht gehabt, falls er das so gesagt haben sollte. Wohlstand und Glück werden oft mit güldenem Glanz umworben und verwechselt. Sie gelten als erstrebenswert und zeigen sich in unseren digitalen Sehnsuchtsorten – den Social Media: Dicke Autos, dicke Taschen, dicke Ressorts in Dubai, Steak mit Blattgold umhüllt… Dazu dann Trash-TV Entertainment und Milieuschädigung als Voyeurismus. Es bleibt die Leere in den Augen jener, die einsam an der Spitze stehen… Von Leistungsdruck und Einsamkeit drangsaliert und von Sinnleere geplagt. Eine hoch-budgetierte Marketing-Kampagne verkauft das Leiden…
Das letzte Hemd hat keine Taschen
Der Begriff des „Zeiträubers“ sollte positiv konnotiert sein und weniger sexistisch
Im Hinblick darauf, dass ich – sollte ich nicht vollkommen unerwartet von einem Baum erschlagen werden (wir brauchen in Anbetracht der Tatsache schwindender Baumzahlen eine neue Metapher) – ungefähr die Hälfte meines irdischen Lebens beschritten habe und ich das Glas nun endlich halbvoll vorfinde, vermag ich meinen inneren Kompass zu verstellen und das Ziel neu auszuloten! Es entsteht eine neue Gleichung: Gold/Geld equals Zeit/Glück. Also nicht Geld ist das goldene vom Ei sondern Zeit ist das Glück und die Möglichkeit, solches zu erschaffen! Meine Langeweile ist Humus und Nährboden für Glück und Erfüllung zu wachsen! Denn sie vergolden meine Seele. Diese jene welche eines Tages irgendwohin übergehen könnte. Das letzte Hemd hingegen hat keine Taschen. Genauso wenig wie mein Bitcoin Wallet…
Ein besonders schöner Zeitmoment
Daher bleibt mir nur zu sagen: Mehr Mut zu Zeit – der einzig wichtigen Währung unserer Gegenwart!
Wir haben das erste Fleischpaket bestellt und erzählen heute und hier von unseren Erfahrungen und der Planwirtschaft, from Nose to Tail und der Ernsthaftigkeit der Situation, unbedingt weniger Fleisch konsumieren zu müssen…
Auf dem Lande, wo die Tiere unterm Sternenzelt leben und sterben…
Als wir vor drei Jahren aufs Land zogen, taten wir dies mit der Hoffnung, dass sich unsere Lebensqualität auch im Bereich der Lebensmittelversorgung verbessern würde. Wir gingen irgendwie davon aus, diese ganzen glücklichen Tiere auf den Supermarktverpackungen würden hier, in den Weiten des Oderbruchs, grasen und friedlich weiden und wir würden nun die Möglichkeit bekommen, direkt von den Erzeugern gute und frische Produkte beziehen zu können. Das ist vielleicht auch ein bisschen meinen Kindheitserinnerungen geschuldet: Auf lokalen Märkten und Festlichkeiten gab es stets diverse Produkte aus der Region. Das fing an bei der Backstube im Knüll, dessen Bäckerin noch selbst Urgetreide anbaute und daraus im Holzofen das eigene Sauerteigbrot backte, zog sich fort über die Käserei mit eigenen Freiland-Schafen und -Ziegen, die an den Hängen unter den Wäldern grasten, bis hin zur Bratwurst aus Sattelschweinen der Schwalm. Auf lokalen Handwerks-, Kunst- und Trödelmärkten, wurde Lokales angeboten und verkauft. Diese sinnhafte Selbstverständlichkeit sollte sich hier jedoch nicht einstellen…
Eben aufgrund dieser erwähnten Kindheitserinnerungen freue ich mich bei Dorffesten und Flöhmärkten vor allem über eins: die solide, schmackhafte und grobe Bratwurst: Selbstverständlich in einem hausgebackenem Brötchen mit Senf gereicht – vorher über Holzkohle verraucht und gebraten! Doch dieser gewissenhafte Genuss stellte sich hier nur auf dem ersten Fest, das wir besuchten, ein: Auf dem Oderbruchtag in Neulewin gab es von der heimischen Jägerin Wildschweinbratwurst mit Zitronengras. Den Preis von 3,50€ hielt ich gerechtfertigt. Auf allen weiteren Märkten und Events verhielt es sich allerdings anders: Billigfleisch vom Discounter in Großpackungen auf den Grill gepackt – als regionale Spezialität feilgeboten! Zum Kampfpreis von 2€. Die Fleischbetriebe und der Einzelhandel hier sterben. Das Handwerk und die Landwirtschaft gehen mit der Region ein. Ist die 2€ Bratwurst Schuld daran? Ist sie Symbol für Tierleid, Ausbeutung, Gier und Konsum? Oder schmeckt sie in dem Moment einfach zu gut und vermag alles auszugleichen?
Ausverkauft und Verraten
Zwanzig Cent pro Tier verdient ein Tierwirt an einem Broiler, den er fünf Monate durchgebracht hat. Mit Subventionen versteht sich. Sonst wäre es ein Minusgeschäft. Deswegen geht er auf 20.000 Tiere. Das erzählt mir der Hühnerzüchter aus dem Mastbetrieb im Nachbarort: Die Tiere haben seit der Verladung aus dem Transporter den Himmel nicht mehr gesehen (wohlgemerkt ist der Himmel hier, wo das Bruch so weit scheint, sehr weit in seiner Gesamtheit. Aber das können ja nur wir Menschen intellektuell begreifen)!
Bildrechte: tierretter.de
Die Bauern. Sie protestieren wieder und erboßen sich über die schlimmen Grünen! Und die alten weißen Herren im Bruch mokieren sich: Früher war alles besser und die Politik will uns an allen Mett-Enden einschränken. Direktvermarktung und das „Weniger ist Mehr und dafür exquisit“ – Prinzip ist noch nicht so richtig durchgeweicht und durchgedrungen! Weil Fleisch kein Genussmittel sondern Alltagsdroge ist – etwas, das wir alltäglich konsumieren können! Tiere zu quälen macht allerdings Arbeit und muss organisiert werden. Wie viele Menschen braucht man, um 20.000 Tiere in einem vollautomatisierten Mastbetrieb versogen zu können!? Richtig: 0,25! Versprochene Arbeitsplätze adee°! Und der Betrug geht weiter! Umweltschäden durch Trinkwasserabgang, verseuchte Erde / ätzenden Hühnerkot – Hauptsache Produktionskonform…
Wir halten Tiere, um sie zu essen
Ich bin Idealist und möchte gleichzeitig niemanden vorschreiben, wie er sich zu verhalten und wie er zu leben hat! Ich lebe nach dem Grundprinzip, dass meine Freiheit dort aufhört, wo die eines anderen Menschen anfängt. Und weil wir alle diese ganzen Skandale und Perversionen um die Fleischproduktion schon kennen und kein Puzzleteil des Problems mehr sein wollen, beschlossen wir, unseren Fleischkonsum auf die eigene Produktion zu stützen. Als Konsument*Innen wollen wir einen positiven Einfluss durch unser Verhalten erreichen. Klar ist der Kassenbon ein Stimmzettel. Klar liegt in jedem die Verantwortung und Kraft. Aber die Realität ist anders. Wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Und unser Belohnungssystem funktioniert nunmal noch wie im Mittelalter. Ein guter Deal ist ein guter Deal! Ein Schnäppchen bleibt ein Schnäppchen. Und wir leben im Jetzt! So wie es uns immer gepredigt und angeraten wird – unser Leben zu etwas ganz besonderem zu machen, uns was zu gönnen und jeden Tag zu leben, als wenn es der letzte wäre – YOLO!
Doch durch diese Einstellung verursachen wir unheimlichen Schaden! Wir können billig kaufen, weil andere für uns bezahlen. Die Globaliserung hat den Kolonialismus nicht abgeschafft, sondern potenziert. Abgesehen vom Schaden, den wir in anderen Ländern anrichten, schaden wir auch den kommenden Generationen in unserem eigenen kleinen Kosmos: Antibiotikaressistente Keime, verseuchte und ausgelaugte Böden, Insektensterben durch Pestizide und letzlich als Individuum als direkteste Konsequenz am einfachsten zu erfahrende Konsequenz: Die Arbeitslosigkeit und der wirtschaftliche Ruin durch Automatisierung und die Zerstörung des kleinen, diversen, lebendigen, einzelnen Menschen.
Ein paar Zweinutzungshühner, ein paar Schweine, ein paar Schafe und Enten des eigenen Bedürfnisses Fleisch zu essen wegen zu halten, erschien uns vernünftig. Den Einblick, den wir dadurch bekommen konnten, beeinflusste unseren Fleischkonsum nachhaltig. Zu sehen, was unsere Tiere von der Aufzucht bis hin zur Tötung brauchen um sich wohl zu fühlen, gesund zu sein und artgerecht zu existieren hat uns größten Respekt vor dem Produkt Fleisch gelehrt! Ich selbst stand kurz davor, Vegetarier zu werden. Rein logisch gesehen, wäre das die konsequenteste Reaktion. Aber auch ich bin ein Mensch über der Rationalität. Mit Prägungen und Erinnerungen und Gewohnheiten. Die meisten anderen Tiere töten auch. Sie bilden damit nach dem Räuber-Beute-Prinzip wichtige ökologische Zusammenhänge und sorgen für Balance in diffizilen Ökosystemen. Diese Balance müssen wir als Mensch wieder finden. Damit die Ozeane nicht überfischt, die Böden nicht ausgelaugt und wir nicht in moralischen Dilemmata verweilen! Weniger ist mehr…
Transparenz und Sicherheit als Kaufargument
Der gläserne Mensch war eine dystopische Vision, die ich damals als abschreckendes Beispiel zur Globalisierung im PoWi-Unterricht vorgeführt bekommen habe. Jetzt hat das Gläserne und die Transparenz für mich etwas sehr Positives! Es ist nicht nur ein Aufdruck eines grinsenden Schweins in der Heide auf einem vakuumierten Fleischprodukt im Discounter, sondern es ist der Eindruck über soziale Medien wie Instagram, durch die ich Erzeuger von Lebensmitteln jeden Tag mitverfolgen und authentische Eindrücke in ihre Betriebe gewinnen kann, sehen kann, wie die Tiere leben, wie die Landwirte mit ihnen umgehen, was für Gedanken sie sich machen und woraus sie in ihrer täglichen Arbeit Kraft schöpfen. Einer dieser Landwirte ist Ingmar vom Bornwiesenhof. Von ihm kauften wir unser erstes Fleischpaket…
Eines für alles alle
Ich muss schmunzeln, wenn ich an 2010 zurückdenke, als ich die Fleischfachverkäuferin im Edeka am Kottbusser Tor nach Markknochen fragte und sie mich verwundert anschaute und sagte, ich sei der Erste, der hier seit dem sie im Szenekiez arbeite danach fragte. Die Leute würden für gewöhnlich nur nach Kalbsbäckchen und Filetspitzen fragen. Im Fleischpaket hast du alles. From Nose to Tail steht da im Hipster-Duden. Früher Selbstverständlichkeit – heute Ausdruck von Fancyness und richtig woke. Aber der Mensch muss sich immer wieder neu erfinden. So auch meine Markknochensuppe von meiner Oma, die ich heute mit Ingwer, Galgant, Lemongras und Morcheln zu einer asiatischen Köstlichkeit verfeinere. Der Schüler muss den Meister überbieten! Diese Vielfalt bot sich uns im Fleischpaket. In einer Strohbox tiefgekühlt verschickt kamen die einzelnen Komponenten in Portionen für zwei vakuumiert und verpackt an und wanderten direkt in unsere Tiefkühltruhe. Hier werden sie für 50 Kg CO2 im Jahr für den Verzehr warm gehalten. Zusammen mit unserem selbst angebautem Gemüse. Diese 50kg klingen nach sehr viel. Tatsächlich ist es ein Bruchteil im Vergleich zu konventioneller Landwirtschaft, in der viele Tiere in engen Ställen mit gentechnisch verändertem Soja aus der Abholzung des Regenwaldes gemästet werden, anstatt weniger Tiere auf einer riesigen Weide grasen und sie ihr natürliches Futter in einer größeren Zeitspanne verzehren zu lassen. Aber klar, ein Abdruck bleibt. Wir hinterlassen Spuren. Das tut jede Existenz auf diesem Planeten. Die Frage ist nur, ob diese Fußabdrücke so tief sind, dass Nachfolgende hineinstürzern, oder ob sie als Hilfestellung für einen gefestigten Weg dienen…
Zeit ist Trumpf
Zeit ist ja stets eine sehr wertvolle Zutat in allen Dingen. Immer mehr Studien und Erkenntnisse weisen darauf hin, dass den Dingen in der Regel die Zeit fehlen mag, um sie und sich zu perfektionieren (Eine neue Studie weist darauf hin, dass eine vermeintliche Glutenunverträglichkeit lediglich mit der Ruhezeit des Brotteigs zu tun habe, da enzymatische Prozesse nicht mehr stattfänden)! So war es bei der Haussanierung mit natürlichen Baustoffen denen konventionelle Baustoffe nur in Sachen Zeitgewinn voraus seien können; so ist es bei der Fertigstellung von Projekten, wo in 20% der Zeit 80% der Arbeit verrichtet und weitere 80% Zeit für die letzten 20% verbraucht würden, und so ist es auch am Kochtopf, mit dem besten Fleisch der Welt. Gut Ding braucht Weile. Studien ergeben ebenfalls, dass es Sinn macht, die gegebene Zeit mit Wertigkeit, Wertschätzung und Freude zu füllen! Mit anderen Worten: Habe Spaß an dem was du tust und nutze den Weg nicht als Mittel zum Zweck, sondern das Gegenwärtige als Ziel der eigenen Erfüllung! Was könnte es also Schöneres geben als Stunden in Folge gebeugt über einem dampfenden Kochtopf zu verbringen, die Gerüche zu internalisieren, zu lächeln, zu genießen und den Schaum abzuschöpfen.
From Nose to Tail ist Aufklärung – Vielfalt im Gewebe
Endlich zum Thema: Ganzheitliche Verwertung von Lebensmitteln bedarf Kenntnis und Investement. Die meisten Lebensmittel, vor allem im Fleischbereich, sind vorgefertigt und zielen auf Geling-Garantie. Da steht die fein säuberlich separierte Putenbrust dem Achtel Rind gegenüber. Bei Zweitem bedarf jedes Einzelteil eines besonderen Treatments und fordert die Bereitschaft, sich die Hände schmutzig zu machen. Das Fleisch muss gesäubert, pariert, zugeschnitten und gereinigt werden. Anschließend ergeben sich diverse Garverfahren für unterschiedliche Komponenten. Eine Beinscheibe schmort neben Gulasch und Kochfleisch im eigenen Saft einen halben Arbeitstag, um mürbe und zart zu werden, während Filet- und Rückenstücke scharf angebraten und hochtemperiert für die Dauer einer Zigarettenpause gemaillard werden! Ein Fleischpaket ist damit keine Fünf-Minuten-Terrine, die sich im Raum-Zeit-Kontinuum immer gleich verhält! Um das letzte Quäntchen Geschmack und Genuss rauszuholen, braucht es etwas KnowHow und Hingabe für die Zubereitung! Vor allem aber auch Voraussicht! Schließlich müssen Produkte aus dem Fleischpaket vorher schonend aufgetaut werden. ZumYolo-Lebensprinzip gegensätzlich steht die Planung. Finde ich ganz gut, da ich älter werde und Planbarkeit mir einen gewissen Seelenkomfort bietet. :-). Der schöne Nebeneffekt: Widersteht man gegenwärtigen Gelüsten, reduziert sich der Fleischkonsum von selbst!
Drei Monate später: Die Grillsaison ist vorbei, Würste, Filets, Roastbeef und Steaks fielen der Holzkohle zum Opfer, der Herbst spannt sein Gewand…
Sechs Monate später: Der Herbst ist da. Suppen- und Eintöpfe mit Kochfleisch und Beinscheibe – das Paket dünnt sich aus…
Neun Monate später: Der Winter ist da und mit ihm das Gulasch und die Knochenbrühe! Kraftessenzen werden stundenlang verkocht, gespickt mit lokalen und regionalen Spezialitäten: Trockenpilze und Winterrüben aus der Region, machen die Suppe schmackhaft und lecker!
Ein Jahr später: Ein paar Steaks haben überlebt. (Kleiner Scherz). Wir haben ein gutes Gewissen! Wir haben wenig zugekauft! Und wir haben auch wegen der eigenen Schlachtung das Feingefühl und den Sinn für Tier und Leben wiedergefunden! Einmal die Woche Fleisch – eine Weisheit meiner Uroma – das wären bei 52 Wochen tatsächliche 15Kg Fleisch im Jahr – 300 Gramm in der Woche! Genuss und Sünde scheinen im Gleichgewicht! Die Zukunft umgestalten…!?
Wie bringt man dem Mensch bei, dass er durch seinen Lebenswandel zerstört und Menschenleben verletzt? Die Moralkeule zu schwingen hilft selten. Wir müssen durch Erzählungen vom Gegenüber lernen und Wissen transferieren. Gerade in dieser schnelllebigen Welt haben wir die Zeit zum Lerrnen nicht mehr. Es braucht die Politik, die fürs Volke für gemeinwohliges Verhalten belohnen muss. Und es braucht das Leid und die Qual der Tiere, um uns zu drohen! Es braucht nachhaltige Bildung und Lernen zum Lernen. Wir müssen ganz klein und von ganz vorne mit voller Fahrt anfangen, um das Unaufhaltsame mit großen Schritten ganz sachte zu entschleunigen…
Essen kann Frieden sein! So lange für alle genug da ist! Und die, die immer noch auf den Kassenzettel hören und Billigfleisch vom Discounter konsumieren: auch ihr tragt einen wichtigen Teil zur Lösung des Problems bei! Denn in Nuggets, Wurst und Formfleisch sind Schlachtabfälle, Collagene, Wasser, Binde- und Füllmittel und Gewürze verarbeitet. Der Fleischanteil beträgt maximal 30% wie eine Dokumentation vom ZDF aufgedeckt hat. Somit tragt auch ihr zum reduzierten Fleischkonsum bei! Chapeau!
Nonexistence. Das NICHTS. Das SCHWARZ ist leerer Raum.
Corona ist am Wüten und nach einem Jahr tun manche Menschen immer noch so, als ob es das Virus nicht gäbe. Wir müssen von der Pandemie lernen! Die Fehler der Vergangenheit bewältigen und die eigenen Grenzen versetzen! Schreien wir es raus! Wirtschaft und Geld dürfen nicht Alles sein! Und Meinungen auch nicht! Sie sind wichtig, aber sie sollten dem Kompass des Humanismus und ethischen Grundsätzen folgen…
Wir haben Angst
Wenn es um Ängste und Phobien geht, bieten Psycholog*Innen und Psychiater*Innen eine aufschlussreiche Erklärung: Der Mensch verlagert abstrakte Bedrohungen und Ängste auf Dinge, die er kontrollieren kann! Unnachvollziehbare Projektionen wie Spinnen, Insekten oder Clowns werden vermeintliche Auslöser eines stellvertretenden Gehirngewitters: Denn unser Gehirn scheint eine Antwort auf eine nahende Unwetterfront parat zu haben: Stauen sich Spannungen und Potentiale auf, müssen sie irgendwann expandieren, um sich entladen zu können. Dass passiert in unserem Kopf. Über die Amygdala. Sind wir mit Dingen konfrontiert, die wir nicht beeinflussen können, stellt das ein handfestes Dilemma dar! Wir fühlen uns als ob wir ohne Bremspedal mit voller Fahrt auf einen Abgrund zusteuern. Da können wir einer kleinen Sinnestrübung unseres Gehirns dankbar sein! Dem Potential, akute Gefahren zu relativieren, um letzlich handlungsfähig zu bleiben…
Es geht darum Todesängste zu bewältigen und nicht in eine Schockstarre zu verfallen. Die Phasen der geistigen Verarbeitung unter Extrembedingungen hat die ehrwürdige Frau von Kübler Ross versucht zu beschreiben und in verschiedene Phasen des Sterbens eingeteilt. Ich glaube, dass trifft es ganz passend. Denn setzen wir uns ernsthaft mit der Bedrohung auseinander, akzeptierten wir, dass wir zu den 2% der durch diese Pandemie sterbenden Menschen (In Deutschland) gehören könnten, dann müssten wir uns mit dem Äußersten beschäftigen und uns an die Stressgrenze unserer eigenen Existenz begeben – dem eigenen Tod. Dem Schwarz. Dem All. Dem Nichts…
Unfähige Superhelden
Hollywood lehrt uns, dass diese Ausnahmesituation ein unvorstellbares Potential darstellen. Es scheint als ob die moderne und zeitgemäße Auseinandersetzung mit der eigenen Vergänglichkeit das Verhalten einer Blockbusterfigur zu spiegeln vermag: Eine Bucket List zu erstellen um nach dem #yolo– Prinzip in den Tag hinein zu leben! Wir ewig junggebliebenen Teenager! Wir fahren dann halt eines versehentlichen Momentes mit dem Porsche vor die Wand um den plötzlichen Blitztod sterben zu können. Schön gedacht…
Als wäre es nicht genug, dass ein Mensch vom Anbeginn des Sein mit dem Untergang der eigenen Existenz und dem Zerfall konfrontiert ist – wir als Kompost – so bleibt es ein tägliches Unterfangen, diesen Fatalismus auszupendeln und mit ihm zu spielen.
Dabei gibt es so Vieles, dass wir nicht beeinflussen können: Kriegerische Eskalationen, Terrorangriffe, zum Zerbersten bedrohlich-marode Atomkraftwerke und eben leider auch diese Viren, die sekündlich Leben auszulöschen vermögen!
Eine Pandemie ist nun nicht mehr nur eine dieser abstrakten Bedrohungen. Sie hat sich in unserem Alltag manifestiert und begleitet uns beim Gang zum Supermarkt. Sie ist zum Konkreten geworden. Und die Hilflosigkeit dieser zu Begegnen, sie steht und bleibt.
Wir müssen lernen und vorerst zum Lernen bereit sein…
Wehrlosigkeit eingestehen statt Wut zu sähen
Ich bin sehr empört und sauer über diese Politiker! Sie können uns keine 100% Lösung gegen das Virus liefern, von dem ich übrigends auch gar nicht sicher bin, dass es dieses tatsächlich gibt! Wofür bezahlen wir die denn überhaupt!? Die sind doch schließlich unsere Diener, denn sie finanzieren sich über UNSERE Steuergelder! Ich denke, sie verdienen den Tod dafür! Ich hätte da keine Fehler gemacht! Todesstrafe erscheint mir da sehr gerechtfertigt! Nur so können wir meine eigene kleine Freiheit retten! Irgendein Dude aus dem Internet. Würde ich Buchstabensuppe essen und auskotzen, hätte ich etwas Schlaueres gesagt!
Corona ist wie diese convexe Sammellinse aus dem Physikunterricht Stufe 7. Diesem Unterricht, den es für einige momentan auf Grund der Auflagen nicht mehr gibt und der damit unerreichbar und unersetzbar bleibt. In diesem Brennglas katalysiert sich alles: Nicht nur das Optische und einer momentanen Sinnestrübung Unterlegene – vielmehr sind es die Vor- und Nachteile, die Pro- und Defizite, die Ungerechtigkeiten und chancenlosen Ungleichheiten, die sich im Farbspektrum des monochromen Regenbogens zeigen.
Wissenschaft kennt keine Demokratie und Meinung. Sie basiert auf Fakten. Sie ist strittig aber nicht streitbar, sie ist tendenziös aber nicht prätentiös und vor allem außerhalb ihrer Blase, ihres Kosmos, nicht verhandelbar. Sie ist Mehrheit auf mathematischer Ebene. Sie ist neben Heisenbergscher Unschärfe das Schärfste, was wir haben können! Sie sollte uns als Subjekte leiten! Denn Loide – Hier ist ganz große Scheiße am dampfen! Und klar steht Dampf für Wärme und irgendetwas Gutes irgendwo und irgendwann. Aber in unserem Fall steht es einfach nur für den mega Fail! Gerechtigkeit bedeutet nicht Gleichbehandlung. Gerechtigkeit bedeutet individuelle, persönlich angepasste, maßgeschneiderte, umsichtige, barrierefreie, hindernissrelativierende, egalisierende und nachteilausgleichende Maßnahmen! Und Freiheit ist nicht gleich Freiheit! Es braucht Solidarität um Freiheit bewahren zu können! Ich muss um mich schauen und sehen, wo sind die Freiheiten anderer bedroht und was kann ich dafür tun, die Freiheit für andere, für mich, für dich und alle zu bewahren! Freiheit ist keine Einbahnstraße! FREIHEIT IST SOLIDARITÄT!
Laufe in anderer Schuhen
Gehe ein paar Tage barfuss klingt nicht so schlimm wie monatelang ohne Schuhe durch den Schnee zu stapfen. Warum gelingt es uns nicht, die Bedürfnisse der Menschen zu begreifen? In diesen herausfordernden Zeiten, scheint es nur noch darum zu gehen, die Kontrolle zu behalten und den eigenen Kopf aus der Schlinge zu ziehen! Mit dieser Ignoranz schaffen wir den Tod und schaffen Auswegslosigkeiten!
Zeit. Perspektive wechsel dich. Zeit. Wandel perspektive dich… Irgendsowas und bitte alles außer schwarz!
Beständig verfliegt sie, beständig ist sie unpässlich – rückblickend ist sie meist zauberhaft – frontal weiß sie uns zu ängstigen. Doch stetig ist sie irgendwie hyperaktiv verwandelnd und schwer zu fassen. Wie ein kleiner Flummi aus dem Kaugummiautomaten…
Zeit als Ressource
Zeit spielt für uns seit Baubeginn eine sehr wesentliche Rolle! Sie ist das höchste Gut – die wertvollste Ressource, um zwischen Berufstätigkeit, zu verrichtender Arbeit, zwischen Vergnügen, zu balancieren! Am Anfang haben wir uns extraordinär auf die Zeit gefreut, die wir mit dem Ausbau, der Sanierung und Renovierung unseres neuen Hauses verbringen würden. Doch nach dem zweiten Jahr begann sich das Blatt allmählich zu wenden. Wir hatten seitdem keine zwei Nächte außerhalb des Hofes verbracht – jedwede freien und Urlaubstage mit Baustelle ausgefüllt – ob mit oder ohne Unterstützung. Unsere Motivation versuchten wir stets durch kleine Erfolge und kurz gesteckte Etappenziele zu erhalten – doch irgendwann schlich sie die Routine und Erschöpfung ein. Anders als bei so manchen Ernüchterungen und bösen Überraschungen. Diese Arschtritte waren bislang eher zusätzlich Motor und Rückenwind. Doch so langsam bäumte sich eine laue Brise als Gegenwind auf. ZEIT innezuhalten . ZEIT sich ZEIT zu nehmen . Das Wandern ist des Bauherrns Lust…
Zeit und Geld
Pragmatisch gesehen neigten wir dazu, ein so wertvolles Gut wie die Zeit einteilen, rationieren und bewerten zu wollen. Was also kostet die Zeit!? Wir fangen an zu bilanzieren: Eine Stunde Bauschutt umwuchten; Eine Stunde Flächen streichen; Eine Stunde Deckenbalken schleifen; Eine Stunde Strippen ziehen; Wasserleitungen verpressen; Beton gießen; Holz machen; Rasen mähen; Fertiggestellte Räume einrichten – was davon bereitet Freude? Was ist der Zeit Wert!? Was vermag der Physe Zeit zu rauben!? Was stärkt den Organismus!? Was bereitet Spaß und Freude und verlängert die Lebenszeit!? Und was davon könnte durch bare Münze umgangen und verhindert werden – selbstverständlich ohne das Portemonnaie in die Magersucht zu drängen! – Vermutlich die eigene Haltung, der Glaube an die Selbstwirksamkeit und die Wertschätzung der eigenen Resillienz – alles Dinge, die auch genährt und gesäugt und erhalten werden wollen!
Dinge verbrennen mit der Zeit…
Zeit und Gewinn
„Schnäppchen gemacht! Neunzehnprozentmehrwertsteuergeschenkt! Neuer Fernseher im Finanzkauf zinsfrei erzielt! Für drei Jahre weniger zahlen als sonst für vier, aber dafür eben für drei und nicht für 0…“ – Eine klassische Rechnung für potenzierten Zeitverlust. Klingt wie ein Deal der grauen Herren, würde Momo sagen! Und letztlich zahlen andere den Aufpreis für unseren Zeitvorteil. Kennen wir schon… Dafür gehen wir sonst auch arbeiten: um uns Zeit zu kaufen, die wir längst verloren haben! Bleibt nur den besten Deal zu machen und gut bei weg zu kommen! Zeit ist Trumpf!
Zeit und Relation
Die Pandemie zeigt uns, dass Zeit von heute auf morgen unbedeutend sein kann, wenn sie uns in einem Augenaufschlag davon rauscht und sich mit der Endlichkeit relativiert. Dann löst der Airbag in Millisekunden nicht aus und wir steuern gegen Null. Sehen wir diesem Ende unserer eigenen Zeit ins Auge, starren wir in ein tiefes schwarzes Loch. Ohne Antwort, ohne Idee, ohne Erklärung und Bestimmung. Ins Nichts. Jede Sekunde kann über Jahrzehnte entscheiden. Unendlichkeit wird plötzlich unendlich schnell belanglos und relativiert – Zeit ist relativ. Da können wir Tage, Monate, Jahre aufgebaut und kreiert haben und alles fällt mit einer Welle, wie eine Sandburg am Strand von Hiddensee…
Es ist ruhiger geworden um uns. Zumindest Blog-Weise. Doch wir haben ein Jubiläum zu verkünden – einfach weil das eben so gemacht wird mit diesen Zeitabschnitten und Meilensteinen usw. Also los geht’s…
Weniger Geschwindigkeit. Mehr Moment. Weniger Konsum. Mehr Genügsamkeit. Weniger Fleisch. Mehr Selbstversorgung. Weniger Stress. Mehr Leben. Weniger Vorgaben. Mehr Freiheiten… Doch was ist nach zwei Jahren in der neuen Heimat und der Flucht aus dem Berliner Großstadtalltag von diesen umfangreichen Vorhaben übrig geblieben? Und wurde vielleicht der eine Fehler wieder wiederholt, sich beispielweise zu viel vorgenommen? Zeit für ein Resumee…
Potenzierte Euphorie
Der Befreiungsschlag war gelungen: Die Ablöse von Hausherrinnenschaft erreicht. Der letzte Mietzins beglichen und die Bude geräumt: Was ein geiles Gefühl von Freiheit – die Mietwohnung verlassend – dem heuchlerischen Hausmeister endlich den gewünschten Nackenschlag verpassend – der wo lange verkniffen wurde, weil man ja angewiesen war! Wenn Abhängigkeiten sich auflösen, fühlt man sich groß – und so ging es los!
Auto voll – Küche leer – erstmal nicht bewusst, was diese Küche eigentlich bedeutete. Schrank, Tisch und Herd, Lagerregal – ein Palindrom – aber diese Zeiten lassen sich nicht einfach umdrehen. Hier hat man bis morgends mit Freunden (a)sozialisiert, getrunken, gespielt und sich wiederholt verlabert! Spontanität Level 100! Sowas wird vermisst werden – lernen wir dann irgendwann nachträglich. Hinterher ist man immer schlauer! Niemand wird spontan zum Wizzard auf dem Lande!
Feuchtfröhliche Nächte in unserer Neuköllner Küche
Aber man will woanders hin. Den Sinn finden. Im Anderswo. In der Ruhe, in der Stille, auf dem Land. In Brandenburg. Es war nicht unbedingt Grebes Mut der uns zum Aufbruch bließ. Vielmehr der Eigene. Und eine romantisch verklärte und durchgefärbt-verblasste Erinnerung ans Landleben. Daneben natürlich auch ein geringer Anteil wirtschaftlichen Pragmatismus. Denn wir hatten weder einen alten VW noch ein Surfbrett unterm Arsch und so waren wir für die rote Schlange mit S als Kreditnehmer uninteressant und mussten uns anderweitig um Moneten bemühen. Dabei fanden wir viel Unterstürtung von Freunden und Familie. Den Rest der Lösung des Problems gab es nur mit Anschluss an das alte Leben. Pendeln nach Berlin. Nur temporär!
Erstmal ankommen
Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne (Hesse). Und wir waren sowas von verzaubert! Mit unserer Rosa-Roten Brille konnte uns nichts entmutigen oder Einschüchtern. Auch nicht die vielen Überraschungen, die marode Elektrik, der kaputte Dachstuhl, die zerstörten Dielen und schon gar nicht unsere ersten Tränen. Aber es gab verdammt viel zu tun! Was am meisten Kraft kostete, war es Ordnung und Struktur zu halten und sich zu organisieren. Hier fand sich definitiv die steilste Lernkurve. Und irgendwie hatte unser Provisorium auch was romantisches! Wir haben quasi mehrere Wochen im eigenen Haus gezeltet und waren von wilden Tieren (Mäuschen) umgeben. Mit all dem Staub und Dreck fast wie eine Safari in der Wüste.
Auf Zauber folgt Alltag
Nehmen wir die größte Erklärung vorab und spoilern ein wenig: wir sind im Alltag angekommen! Es ist noch nicht ganz der Alltag, den wir uns erträumt haben und es fehlt noch einiges zur Perfektion, aber wir waren, sind, und werden im Prozess sein und bleiben um unser Ziel eines entschleunigten, sinnerfülltem, zufriedenem und ideenreichen Landlebens zu verwirklichen! Zwischendrin hat uns der Alltag. Gerade für Susan ist die Pendelei nach Berlin nach wie vor eine große Anstrengung und füllt damit ihre Arbeitswoche auf satte 62,5 Stunden. Wir verabschieden uns morgens mit einem Kuss und essen abends gemeinsam Abendbrot. Zwei Stunden später ruft bereits das Bett. Da beginnt man sich umzuorientieren, ist aber als Kommunikationswirtin in unseren Gefilden nicht allzugut aufgestellt. Bei mir ist es anders. Meine Arbeitsstelle ist um die Ecke und im Gegensatz zu festen Arbeitszeiten habe ich eher ein Arbeitssoll was es zu erfüllen gilt. Diese Vorzüge können aber auch lästig sein: Es kommt nicht selten vor das ich Termine am frühen morgen und dann wieder spät abends habe. Die Zeit dazwischen ist oft irgendwie verloren, weil es sich nicht lohnt irgendetwas ernstes anzufangen. Hinzu kommen vermehrt Wochenendtermine, die uns beiden wiederum Beziehungszeit und gemeinsame Freizeit rauben. Darüber hinaus befindet sich meine Betriebsstätte seit eineinhalb Jahren im Provisorium und ich bin darauf angewiesen vermehrt von zu Hause aus zu arbeiten. Diese Durchmischung von Wohn- und Arbeitszimmer ist manchmal auch gar nicht so einfach, weil der Kopf einfach nie zur Ruhe kommt und sich neben den ganzen Bauprojekten und Vorhaben eben auch noch sehr viel mit Arbeitsplanung und Arbeitsprojekten auffüllt.
Wir wollten uns befreien
Alltag bedeutet aber auch, dass nicht mehr alles superneu ist. In vielen unserer Baurenovierungsvorhaben und Vorgänge hat sich mittlerweile eine Routine eingeschlichen. Eine Routine, die wir Müde sind so genau zu dokumentieren. Und eine Routine, die wir zu überwinden wünschen. Jeder der in einer ähnlichen Situation steckt oder gesteckt hat sagt uns: Mit eigenem Haus und Garten hört das nie auf. Es gibt immer was zu tun. Der Nebensatz „Packen wir es an“ verhallt allmählich. Denn wir haben andere Agendas, die wir allsbald verfolgen möchten: Den eigenen Garten, die Selbstversorgung, Pizza backen, Feuer machen, Basteln, Schafe melken, Wolle spindeln, Töpfern, Spaziergänge, etc. etc. Die Liste wird immer länger. Und während wir es prinzipiell auch sehr gut schaffen dies parallel zu erreichen, wirkt in uns immer noch der erste Funke und der romantisch-verklärte Gedanke: Wenn wir erstmal auf dem Land wohnen, dann wird alles komplett anders! Das waren die Zeiten, wo Achtsamkeit für mich noch ein geiler Begriff war mit dem ich mich identifizieren konnte. Mittlerweile denke ich, Menschen die Achtsamkeit gut finden, haben zu viel Zeit.
Hausrenovierung – Das letzte Quäntchen
Unabhängig davon, dass es nie aufhört und wir überall bis ins unermessliche Weiterbauen könnten, haben wir schon ganz schön viel gewuppt! Unser Renovierungstagebuch ist Zeugnis dieser Leistungen. Von einer ersten Bestandsanalyse über das Verputzen der Räume mit Lehm bis hin zur Beräumung des Bauschutts. Vom Mamut-Projekt Ferienwohnung ganz zu schweigen! Doch bei all diesen Projekten und Zwischenetappen stellt sich eine Gemeinsamkeit ein: sie bleiben unvollendet! In jedem unserer Räume findet sich ein letzter Makel, der unsere Aufmerksamkeit bräuchte. Sei es eine fehlende Fussleiste, ein unlackiertes Brett, der fehlende Sofabezug, ein nicht zugeschnittener Vorhang, ein unverkleidetes Heizungsrohr! Irgendetwas möchte in die Welt hinaus schreien: Ich bin noch nicht so weit. Ich bin unfertig. Bitte sei nachsichtig. Ich komme noch und muss noch wachsen… Ist es die eigene Angst vor Erfüllung? Die Angst den Status Quo als Finale zu bezeichnen. Die Furcht etwas abschließen zu müssen? Oder ist es eine angenehme Ausrede immer wieder sagen zu können: wir sind noch nicht fertig – die Dinge wachsen noch!? Die Antwort darauf findet sich vermutlich erst in einigen Jahren…
Permakultur – Selbstversorgung – Nachhaltigkeit
Wir machen alles neu und anders und besser. Wir produzieren die kritischsten Konsumgüter selbst: Fleisch, Milch und Eier. Statt Superfoods aus Südamerika bauen wir Brokolie, Sanddorn und Physalis an, haben immer frischen Salat, Gurken und Tomaten und Kochen ein, fermentieren und konservieren gesunde Lebensmittel über das gesamte Jahr – saisonal – regional und natürlich ohne Plastikverpackung! Das erste Ei war ein Triumph, das erste Schlachten erschütternd und wir wussten, dass wir zukünftig nicht mehr Tiere des Schlachtens wegen halten wollen. Die Milch ließ auf sich warten. Und neben der vielen Arbeit am Haus gedeihten eigentlich nur die Brennesseln sehr zuverlässig. Aber hey, Brennesselsamen sind auch ein Superfood und enthalten mehr verfügbare Inhaltsstoffe als Chia oder Gojibeeren. Und mittlerweile schaffen wir es auch unseren Korb zum Einkaufen mitzunehmen. Alles braucht Energie und Aufmerksamkeit. Und das was uns vermutlich am stärksten mit Energie versorgen könnte, muss leider noch etwas zurückstecken, bis uns die Baustelle entbehren kann. Hier ist Luft nach oben.
Weiterreisen- Ein Sneak Preview
Der Winter ist Einkunft und Herbst im Herzen. Wir haben begonnen erneut in uns zu gehen. Dieser Beitrag sollte dies bezeugen. Wir rezipieren unsere Aufzeichnungen in Text, Bild und Wort, reflektieren wo wir hinwollten, wohin wir kamen und wie es weitergehen soll. Und wir sind uns einig darüber, dass wir mehr Zeit finden möchten. Zeit zum Leben. Zeit am Hof zu sein. Zeit mit Menschen zu verbringen. Weniger Arbeiten um Leben zu können. Wir wollen runterfahren, entschleunigen, ankommen. Das war der Plan. Das Vergessen wir nicht. Und wir träumen und reflektieren weiter. In Wort, in Bild, in Gedanken. Bis morgen…
Lasst uns nicht viel Worte verlieren! Bilder sprechen für sich! Das Hoffest war spektakulär! Ein rundum gelungenes Event…
Wie lange haben wir diesem Ereignis entgegengefiebert – wie oft mussten wir unsere Pläne revidieren – Gäste vertrösten – uns selbst enttäuschen!? Bereits 2018 hatten wir zum großen Fest geladen und mussten kurz vorher auf Grund von Krankheit und fehlendem Baufortschritt alles absagen…
Party wird gemacht, es geht vorran!
Zuviel Deutsch
In unseren Köpfen stauten sich die Anforderungen an dieses Hoffest. Wen lädt man ein? Wen lädt man aus? Wie gestaltet man das Buffet? Gibt es Bier, Kuchen und Kaffee? Etiquette scheint auf dem Land ein riesen Ding zu sein. Das lernten wir vom Zwiegespräch. Gepaart mit bürokratischer Deutschigkeit haben wir die Mitte und den Kompromiss gefunden! Wir folgten unserem Herzen und luden einfach alle ein!
Ob Speis und Trank mitgebracht oder schlichtweg verzehrt werden, stellten wir zur Option. Ebenso das Kommen oder Fern bleiben. Treu dem Motto: „Wer nicht will der hat schon!“.
Viele wollten. Viele hatten noch nicht! Viele feierten mit uns gemeinsam! Es war ein bezaubernder Einklang! Und wir haben mit diesen jenen Leuten einen wunderschönen Nachmittag und Abend!
Das Fazit: Es allen recht zu machen funktioniert nicht. Wir sind ein offenes Haus für alle die Bock auf Begegnung und Feierlichkeit haben! Auch in 2020 wird es ein fulminantes Hoffest geben. Und wir planen den regelmäßigen Einsatz unserer Tischtennisplatten und unseres Holzbackofens! Kommt rum, kommt vorbei, habt Spaß oder bleibt fern – Matthias und seine Mädels, begrüßen euch gern!
Seit zwei Jahren leben wir nun in Platkow! Das ist Grund zu feiern! Und diesmal wirklich! Versprochen!
Speis und Trank
Wir halten einen Grundstock an Getränken wie Bier, Weißwein und Eistee für euch parat. Aber nur Wasser mit Sprudel gibt es unbegrenzt. Daher dürft Ihr gerne etwas mitbringen. Ob Schaumwein, Schnäppes oder Perlwein oder was Ihr sonst noch trinken wollt – wir sind offen für alles!
Nun zum Essen: Wir werden Treberbrote backen, Gurken einlegen und Zwiebeln rösten, sodass Ihr Euch ein leckeres Schmalzbrot machen könnt. Darüber hinaus schüren wir den gesamten Tag den Grill und halten Soßen, Ketchup, Senf und Gewürze und alles was der Garten hergibt, bereit. Ihr müsst nur noch Euer eigenes Grillgut mitbringen. Zu einem Salat oder etwas Fladenbrot sagen wir natürlich auch nicht nein. „Kinder packt euch was zu essen ein, ihr fahrt nach Brandenburg“!
Unterhaltung
Kubb oder Wikingerschach, leicht als Flunki.Ball zu missbrauchen, eine Badmintonfläche und eine Tischtennisplatte sorgen für trockene Unterhaltung. Im Pool wird es feucht. Aber da müssen Eltern auf die Kinder Acht geben! Später machen wir ein schönes Feuer und es darf Gitarre gespielt werden. Wer Bock hat kann nachts im 3km entfernten See baden gehen. Ansonsten vergeht die Zeit ja immer am schnellsten mit netten Gesprächen.
Logistisches
Wir haben zu 14:00 unsere Nachbarn aus dem Dorf zum Kaffee eingeladen, um diesen endlich mal persönlich „Hallo“ zu sagen. Diese Zeit möchten wir uns auch wirklich nehmen. Daher beginnt der Hauptteil der Feier für alle Anreisenden erst ab 16:00. Am besten, Ihr reist mit dem Zug an. Der RB26 fährt stündlich vom Ostkreuz zum Bahnhof „Seelow-Gusow“. Von dort sind es 4.8 KM bis zu uns. Zu Fuß gehen 50 Minuten drauf. Mit dem Fahrrad bloß 15. Wir können keinen Shuttle anbieten, aber Ihr habt die Möglichkeit euch vorher abzusprechen und Mitfahrgelegenheiten zu bilden. Der Bürgermeister Herr Kraft hat die Gemeindewiese im Rosengarten zur Parkfläche freigegeben! Dafür sind wir sehr dankbar! Die Parkfläche für KFZs ist ausgeschildert! Sollten sich genügend Leute finden, kann auch ein AnrufSammeltaxi bestellt werden. Das muss allerdings schon etwas vorher geschehen, da es hier nur ein Unternehmen gibt, das vorher gebucht werden muss. Der letzte Zug nach Berlin fährt um 23:20. Ihr könnt aber auch hier zelten! Drei Zelte mit Schlafsäcken und Isomatten können wir verleihen. Im Nebengelass kann auch ohne Zelt geschlafen werden. Oder eben am Feuer.
Bitte beachtet: Wir wohnen in Brandenburg! Bei uns stimmen die Klischees vom Land noch: Es gibt hier im Dorf keine Supermärkte, keine Büdchen und keinen Tabak und auch keine Geldautomaten! Und Busse fahren auch nur dreimal am Tag! Es bedarf also einiger Vorplanung! Nutzt deshalb bitte unbedingt die GoogleTabelle! Diese kann bearbeitet und ergänzt werden. Und so können wir einen ungefähren Eindruck davon gewinnen, wer wirklich kommt. Vorplanung ist auch deshalb wichtig, weil wir am Tag der Veranstaltung unsere Handys ausschalten werden! Einfach aus dem Grund, weil wir selbst dieses Fest stressfrei und entspannt mit allen gemeinsam genießen wollen!
Wir freuen uns auf Euch! Es gibt viel zu erzählen und es gibt viel zu sehen! Hier ist Einiges passiert und es wird noch besser!
Frühling ist ne feine Sache! Erst recht wenn der Winter sehr winterhart und langwierig ausfiel. Nach der umkleidenden Stille und dem Stillstand beliebt es den starren Mantel abzuwerfen. Also erstmal zur Tanke und dem Nissan eine Autowäsche gönnen! Mit Lotuseffekt versteht sich. Denn der Frühling hat begonnen und wir sind alle eins mit unseren euphorischen Gefühlen! Gefühle sind unser Hobby. Und wir nehmen Fahrt auf! Wie die kleinen kitschigen Knospen an den Bäumerlienchen…
Foto von Cornelia Link-Adam in der MOZ 2019
Ein mancher Aspekt der Zerstörungswut mag sich manifestiert haben. Aber darüber stehen die neuen Blüten und Gewüchse die den Morast des Vorjahres umsäumen und überwuchern. Es geht nach Vorne und der diesjährige Frühling wird der Erste seiner Art sein, der die Stufen legt für einen Neubeginn und einen Wandel. Wir sind verflochten und beginnen uns Einheimisch zu fühlen. Die Dinge die Fehlen werden weniger. Unser Heimathafen wird zu einem Bahnhof. „Ein Kommen und Gehen, ein Kommen und Geh’n…“ sang Udo. Und die Linde beginnt zu blühen…
Bildquelle: Artikel aus der MOZ (link) vom 09.03.2019 „Aussteiger mit eigenem Internetblog“ mit freundlicher Genehmigung von Cornelia Link-Adam.
Im zweiten Frühling auf dem Lande ergibt es sich, dass wir uns mit dem Heimatbegriff auseinandersetzen müssen. Warum? Das weiß ich gar nicht so genau; vermutlich weil wir von so vielen Menschen nicht mehr gefragt werden, ob wir mittlerweile angekommen sind…
A starting place called home
Meine Schwester hat sich einen Putzroboter gekauft. Sie hat das Gerät aus dem Karton genommen und eingeschaltet. Dann fing es an, diese fremde Wohnung zu erkunden. Mit den eingebauten Sensoren schaltet es zuerst in den „Mapping-Mode“ und kartographiert die gesamte Bude. Hektisch und aufgeregt putzt und robbt es sich durch fremdes Terrain und zeichnet eine digitale Karte auf, um einen Grundriss zu erstellen. Dabei wirkt es unruhig und aufgedreht. Die Sensorik läuft auf Hochtouren – die vielen Sinneseindrücke zehren – der Akku verliert schnell an Kapazität. Die Ladestation an der Wand wird zum Lebensmittelpunkt – es ist der wichtigste Rückzugsort: Denn wann immer das Gerät in Schwierigkeiten kommt oder Kraft büßt, schleppt es sich mit den letzten Atemzügen zu dieser Station. Sie ist das Zentrum. Ein Zuhause? Der eigene Wunsch nach Zentrierung und Fixpunkt transporiert sich auf die eigenen Hausgeräte. Liebe fehlt…
Ankommen und Weiterreisen
Ich mag es in Systemen zu denken. Systeme können definiert werden. Deswegen mag ich die Vorstellung eines verlorenen Mars-Rovers, der klare Leitlinien und Prioritäten hat, wie er in ein unbekanntes Gebiet vorzustoßen hat: Dieser Selbsterhaltungstrieb dient dem Selbstschutz und gewährleistet die konstante Funktionalität. Alle weiteren Funktionen und Tendenzen ordnen sich diesem unter. Das Fortbestehen des Systems ist gesichert: Wir haben ein Zuhause – wir kommen an – wir verweilen – und wir schwärmen aus – reisen weiter – nachdem wir aufgetankt haben – am Start/Heimatknoten…
home/node/sybling/integrated()system
Du bist fremd. In neuer Umgebung. Hast hier keine Wurzeln. Bist migriert. Damit bist du nicht allein. 32,33% der Menschen um dich herum und du sind migriert. Von Stuttgart nach Seelow. Von Kolberg nach Manschnow. Von Eritrea nach Neuhardenberg. Die Geschichte der Menschheit ist die Geschichte der Migration – Vertreibung – Völkerwanderung… Ob innerdeutsch, innerbundesländisch, europäisch oder global – Wir Menschen verändern uns und folgen unserer Hoffnung. Geht es uns schlecht und finden wir nicht die Bedingungen vor, um uns in Freiheit zu entfalten, brechen wir die Zelte ab und nehmen unser nötigstes Beihand. Dann machen wir uns auf, um eine neue Zukunft zu schreiben; wollen Fuß fassen und uns verwirklichen! Manchmal besetzen wir dabei Lücken – manchmal springen wir auf einen Zug auf. Doch wir alle wollen uns verwurzeln – um eine Heimat zu erzeugen und zu (er-)finden… Das macht uns nicht mehr noch minder. Das macht uns gemeinsam Suchende… Wir sind Teil einer Bewegung.
root:Was ist Heimat
Vermutlich ist das Heimat. Ort, Zeit und Raum und alles miteinander! Die Freiheit, diesen Raum gestalten und bestimmen zu können – Zu der Zeit, die einem genehm ist und genügt – Und ein fester Ort, so dass man den Raum und die Freiheit wiederfinden kann! Und da ist er wieder: Der Startpunkt, den man Zuhause nennt – Von dem ausgeschwärmt, entdeckt, erlebt und verlebt wird – an den man sich zurückwindet, zurückkehrt, einkehrt und… – Zuhause ist! Wurzeln und Herkünfte sind da vielleicht erstmal sekundär… Hauptsache wir stehen zueinander. Hauptsache wir begegnen uns mit Liebe…